Evangelisches Dekanat Odenwald

Kloster Höchst

Synode beschließt Verpachtung

Frankfurt/Höchst/Bad König. "Ich bin froh und erleichtert", schreibt Dekan Carsten Stein bei Facebook über die Entscheidung der EKHN-Landessynode, das Kloster Höchst zu verpachten. "Der drohende Verkauf wurde abgewendet", so der Dekan weiter, und das sei die Hauptsache - auch wenn er "das Kloster mit einem kirchlichen Tagungsbetrieb" gerne in der Region weiterentwickelt hätte. Die jetzige Entscheidung sei auch wesentlich dadurch mitbedingt worden, dass "wir in den letzten Monaten gute Alternativen erarbeitet haben"; auch habe man die Risiken eines Verkaufs deutlich machen können. Für das große Engagement auf allen möglichen Ebenen sei er "sehr, sehr dankbar", so Stein.

Intensive Auseinandersetzung
Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit der Zukunft des Klosters hatte sich die Synode dazu entschieden, die Jugendbildungsstätte im Odenwald zu verpachten. Dem vorangegangen waren gründliche Prüfungen der Wirtschaftlichkeit, und zwar auch vor dem Hintergrund der Sparmaßnahmen, die durch zurückgehende Mitglieder in der gesamten Landeskirche notwendig geworden sind. Bereits seit 2021 ist die Zukunft des Tagungshauses mit seinen 119 Betten in der Diskussion.

Zwei Pacht-Interessenten für Kloster Höchst
Im Rahmen der Prüfung verschiedener Optionen haben zwei gemeinnützige Träger der Jugendhilfe ihr Interesse bekundet, das Kloster Höchst zu pachten. Ziel der EKHN ist eine Verpachtung für zunächst zehn Jahre. Beide Interessenten gehen davon aus, einen kostendeckenden Betrieb durchführen zu können. Beide würden das bisher im Kloster Höchst beschäftigte Personal übernehmen und den Betrieb als Jugendbildungsstätte fortführen wollen.

"Die Kirchensynode hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sieht darin aber sowohl die wirtschaftlichen Gegebenheiten unserer Landeskirche als auch die Interessen der Jugend berücksichtigt", kommentiert Wolfgang Prawitz, stellvertretender Präses der Kirchensynode der EKHN. "Wir hoffen auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Pächter, um das Kloster auch in Zukunft kirchlich nutzen zu können, beispielsweise im Rahmen von Veranstaltungen und Jugendfreizeiten."

 

Caroline Schröder/Bernhard Bergmann
27.4.2024


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