Evangelisches Dekanat Odenwald

Synode Frühjahr 2017

Dekan blickt aufs erste Amtsjahr zurück

Beerfelden. Mit einem Gottesdienst in der Beerfelder Martinskirche begann die Frühjahrstagung der Synode des Evangelischen Dekanats Odenwald. Dabei wurden für die neue gemeindebergreifende Trägerschaft der Kindertagesstätten im Dekanat Marco Lautenschläger als Geschäftsführer, Martina Gieg als Sachbearbeiterin sowie die Mitglieder des Kuratoriums eingeführt.
Anschließend tagte die Synode, das regionale Kirchenparlament, unter Vorsitz von Präses Jan Heidrich (Michelstadt) im evangelischen Gemeindehaus der Stadt am Berge. Heidrich berichtete den Synodalen von den derzeit im Rahmen der Visitation stattfindenden regen gegenseitigen Gemeindebesuchen. Der Präses erwähnte auch, dass das Dekanat, welches sein Haus der Kirche im Herzen der Michelstädter Altstadt hat, auf der Suche nach anderen Räumen sei, weil - nicht zuletzt durch die nun seit Jahresanfang hinzugekommene Kita-Trägerschaft - die Kapazität der bisherigen nicht mehr ausreiche.

Dekan Dr. Karl-Heinz Schell (Michelstadt) zog vor den Vertretern der 25 Dekanatskirchengemeinden zwischen Breuberg und Neckarsteinach eine Bilanz seines ersten Amtsjahres. Mit der Odenwälder Geografie sei er inzwischen schon recht vertraut, auch die vielen im Dekanat tätigen Menschen - Pfarrer, andere Hauptamtliche sowie zahlreiche Ehrenamtliche - habe er kennengelernt. Schell würdigte deren großes Engagement, das umso mehr Anerkennung verdiene, als viele Menschen immer weniger Zeit zur freien Verfügung hätten. Zur Mitgliederentwicklung verwies der Dekan auf die deutlich größere Zahl an Beerdigungen gegenüber Taufen; derzeit leben rund 37.500 Gemeindeglieder im Dekanatsgebiet.

Von der letzten Tagung der Landessynode berichteten Pfarrerin Annette Herrmann-Winter (Michelstadt) und Alexander Englert (Seckmauern): Die Einführung der doppelten Haushaltsführung (Doppik) innerhalb der Landeskirche erweise sich nach wie vor als problematisch. Die so genannte "Impulspost", bei der alle evangelischen Haushalte zweimal im Jahr Post eine thematisch ausgerichtete Zusendung der evangelischen Kirche erhalten, soll fortgeführt werden.

Den aktuellen Stand in der vom Dekanat angestrebten Entwicklung des Klosters Höchst zu einem Haus mit deutlich verstärkter geistlicher Ausrichtung erläuterte Dekan Schell. Nachdrücklich bezeichnete er es als Chance, dieses Haus mit seiner langen Tradition als Ort für Verkündigung und geistliche Arbeit auszubauen. Dies jedoch brauche den entsprechenden Willen auch von Seiten der Landeskirche, forderte Schell. Klosterpfarrerin Marion Rink berichtete aus ihrem Arbeitsfeld.

Für einen Antrag der Stadtkirchengemeinde Michelstadt, den Reformationstag dauerhaft zum gesetzlichen Feiertag zu ernennen, sprach sich eine große Mehrheit der Synodalen aus. Der Antrag geht nun an die Landessynode.

Pfarrerin Annette Herrmann-Winter, die Leiterin der Notfallseelsorge und Krisenintervention Odenwaldkreis zeigte die aktuelle Entwicklung in diesem Arbeitsfeld auf - mit besonderem Blick über den eigenen Bereich hinaus. Während im Odenwaldkreis die personelle Situation im aktiven Dienst gut sei, zeige sich die Situation in anderen Landkreisen ganz anders. In der Landeskirche werde derzeit darüber nachgedacht, durch welche Anreize mehr Ehrenamtliche und Pfarrer für aktiven Dienst ermuntert werden können, erklärte Herrmann-Winter.

 

Bernhard Bergmann
26.3.2017


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