Evangelisches Dekanat Odenwald

Dekanatssynode Februar 2026

Norden sucht nach einem Namen

Höchst. Jenna Reibold hat sich bei der jüngsten Tagung der Synode des Evangelischen Dekanats Odenwald als neue Leiterin der Regionalen Diakonie Südhessen vorgestellt. Hervorgegangen ist diese Einrichtung - wie berichtet - zu Jahresbeginn aus dem Zusammenschluss der Regionalen Diakonien Odenwald, Bergstraße und Darmstadt-Dieburg. Die studierte Soziologin Reibold betonte, die neue Struktur sei "gewachsen und gut durchdacht". Derzeit, so Reibold, sei sie selbst viel unterwegs, um sich vorzustellen und "sehr genau hinzuhören. - Und ich möchte gerne dazugehören, nicht nur Gast sein", sagte sie mit Blick auf die auch künftige enge Zusammenarbeit zwischen Diakonie und Kirche.

Die einem regionalen Kirchenparlament vergleichbare Dekanatssynode beschäftigte sich unter Vorsitz von Präses Egon Scheuermann auch mit der Entwicklung in den drei Nachbarschaftsräumen Nord, Mitte und Süd, die ab kommendem Jahr die Rechtsform von Gesamtkirchengemeinden haben werden. Während etwa Mitte ('Gesamtkirchengemeinde Erbach und Michelstadt') und 'Südlicher Odenwald' bereits Namen haben, wird ein solcher für den Norden noch gesucht. Auch die Frage etwa der künftigen gemeinsamen Haushalte der jetzt noch eigenständigen einzelnen Kirchengemeinden sind jeweils Thema, ebenso wie die Satzungen, die Öffentlichkeitsarbeit, aber auch Mitarbeiter- und Gemeindeversammlungen.

Pfarrer Roger Frohmuth (Beerfelden), der seit Anfang März neuer Stellvertretender Dekan ist, berichtete den Vertretern der Kirchengemeinden zwischen Breuberg und Neckarsteinach bei der Synode aus seinen Besuchen in den neun evangelischen Kitas im Dekanat. "Es ist eine tolle Arbeit, die da geleistet wird", zeigte sich Frohmuth begeistert.

Präses Egon Scheuermann berichtete, dass im August Maike Schmitt (Neckarsteinach) als Gemeindepädagogin im Nachbarschaftsraum Süd beginne. Auch wies er darauf hin, dass eine Klimaschutz-Projektstelle auf Dekanatsebene ausgeschrieben sei. Dekan Carsten Stein hob in seinem Bericht hervor, wie wichtig Vernetzung und Kooperation seien. Als Beispiele benannte er die Zusammenarbeit mit Landkreis und Kommunen, mit der Jugendherberge Kloster Höchst, der Diakonie, mit Nachbardekanaten und ökumenischen Partnern. Besonderes Augenmerk gelte auch der Weiterentwicklung der Evangelischen Grundschule Weiten-Gesäß. Weiterhin Not herrsche durch die Personalknappheit im Pfarrdienst, so der Dekan.

Natalia Schitz, die seit Herbst eine Projektstelle für Verwaltungsleitung im Dekanats-Norden innehat, berichtete über die Entwicklung dieses ersten gemeinsamen Gemeindebüros in einem Nachbarschaftsraum. Es befindet sich seit Jahresanfang im Höchster Pfarrhaus. Hier findet die gesamte Verwaltungsarbeit für acht Kirchengemeinden statt, die ab Anfang 2027 eine Gesamtkirchengemeinde bilden werden. "Was gut werden soll, muss aus den Gemeinden kommen, das kann nicht übergestülpt werden", äußerte sich Schitz überzeugt.

Präses Scheuermann schloss die Synodaltagung mit einem nachdrücklichen Dank für alles ehrenamtliche Engagement, zumal in dieser Zeit, mit all den Herausforderungen durch den landeskirchlichen Zukunftsprozess 'ekhn2030'.

 

Bernhard Bergmann
5.3.2026


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