Evangelisches Dekanat Odenwald

Dekanatskirchentag 2019

"Rückenwind" im Kloster Höchst

Höchst. "Rückenwind" - unter diesem Motto steht der 35. Dekanatskirchentag im Evangelischen Dekanat Odenwald. Er findet am 15. September 2019 im Kloster Höchst statt. Es ist zugleich ein kleines Jubiläum, das da nebenbei begangen wird: Vor fünfzig Jahren fand im damaligen Dekanat Erbach der erste Dekanatskirchentag statt - damals noch eine Neuerung auch in der gesamten Landeskirche. Natürlich spielt Rückschau auch eine Rolle an diesem Tag. Aber dabei soll es nicht bleiben. Rückenwind kommt zwar von hinten, die Richtung ist jedoch klar vorgegeben: Es geht nach vorne.

Und so sieht das Programm des Tages aus: Nach dem Auftaktgottesdienst, der um 10.30 Uhr in einem großen Zelt auf dem Klostergelände beginnt, und dem anschließenden Mittagessen singt um 13 Uhr der Gospelchor aus Bauschheim in der Aula. Um 13.30 Uhr heißt es im Zelt "Zwei auf dem Sofa": Pfarrer Thomas Hoerschelmann interviewt Pfarrer Norbert Feick und Kita-Leiterin Iris Lenz aus Neckarsteinach, wie es weitergeht nach dem verheerenden Brand im Kindergarten Ende 2018. Ebenfalls um 13.30 Uhr stellt "Querdenker"-Pfarrer Klaus Douglass im Michaelsaal seine Thesen zur Zukunft der Kirche vor, eine Diskussion schließt sich an. Um 14.15 Uhr folgen die nächsten "Sofa-Gäste", das vielseitig kreativ (u. a. 'Sound of the Forest') tätige Ehepaar Rekha und Fritz Krings; sie erzählen, welcher Rückenwind ihnen immer wieder neue Ideen bringt. Gleichzeitig interviewt Marcel Albert in der Aula Florian Sitzmann, der bei einem Unfall beide Beine verlor, was ihn aber nicht daran hinderte, zu einem erfolgreichen Sportler zu werden. Ab 15 Uhr nimmt Ordensschwester Bernadette Steinmetz aus Sandbach auf dem Sofa Platz und erzählt von immer wieder neuer Energie für die zu bewältigenden Aufgaben, während in der Aula noch einmal Florian Sitzmann zu Gast ist.

Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Angebote: Der Raum der Stille des Klosters lädt ein, zur Ruhe zu kommen; auch eine Einzelsegnung ist möglich. Es gibt Musik, etwa mit Liedern aus dem neuen Gesangbuch "EG+", meditative Flötenmusik und Drehorgel-Klänge, außerdem eine Führung auf einem "Mini-Vater-Unser-Meditationsweg" und ebenso durch das Labyrinth auf dem Klostergelände.

Über die einzelnen, zeitlich festgelegten Programmpunkte hinaus ist im und um das Kloster noch allerhand zu sehen und zu erleben: So wird im Foyer der neue, zu diesem Anlass herausgegebene Dekanatsbildband "Unsere Leuchttürme auf dem Land" präsentiert und verkauft, Fundstücke erinnern an fünf Jahrzehnte Dekanatskirchentage. Die Geschichte des Klosters Höchst ist Gegenstand einer Ausstellung, Postkarten und ein Büchlein werden für die Freunde der spirituellen Arbeit im Kloster angeboten. "Brot für die Welt" hat einen Stand im Terrassenhof, hier werden außerdem Holzspielzeug der Nieder-Ramstädter Diakonie und "Eine-Welt-Taschen" angeboten. Eine "Chill-Out-Lounge" ermöglicht eine Ruhepause, und die Christoffel-Blindenmission ist mit einem Erlebniszelt zu Gast. Darüber hinaus sind das Diakonische Werk Odenwald und der Dekanats-Arbeitsbereich Gesellschaftliche Verantwortung präsent. Der Tag endet mit einer Schlussandacht; Beginn ist um 15.45 in der Kirche.

Parken können Besucher an der Wiese am See/Mümlingstraße sowie am Schwimmbad/Stadion. Parkmöglichkeiten bestehen außerdem entlang der Groß-Umstädter- und der Aschaffenburger Straße sowie am Rathaus. Der Parkplatz des Klosters in der Frankfurter Straße hingegen ist an diesem Tag für Besucher nicht nutzbar.

 

Bernhard Bergmann
3.9.2019


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