Evangelisches Dekanat Odenwald

Notfallseelsorge

Lebendiges Wasser kennt kein Pfand

Erbach. Da kommt einiges zusammen. Addiert man die geleisteten Stunden Dienstbereitschaft einiger nun bei einem Gottesdienst geehrter Teammitglieder der Notfallseelsorge und Krisenintervention Odenwaldkreis, so kommt man auf 49.000. "Das sind umgerechnet zehn Jahre der Tageszeit eines Menschen, ohne Pause und Urlaub", verdeutlichte Pfarrer Heiko Ruff-Kapraun, der Leiter der Hilfseinrichtung, das Engagement der Ehrenamtlichen. In dem Gottesdienst in der Erbacher Stadtkirche wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für fünf-, zehn- und 15-jährigen Dienst geehrt. Außerdem wurden nach eineinhalbjähriger Hospitanzzeit vier Teammitglieder offiziell neu beauftragt.

"Was braucht es für den Dienst?" fragte Pfarrer Ruff-Kapraun in seiner Ansprache: "Wir sind organisiert", so eine seiner Antworten. Das System der Notfallseelsorge arbeite mit einer klaren und hilfreichen Struktur, was schließlich auch den Menschen zugutekomme, deren Welt durch den Verlust eines lieben Menschen oder ein anderes tragisches Ereignis aus den Fugen geraten ist.
"Wir sind auf Empathie, auf Einfühlungsvermögen, gestimmt - mit wachen Sinnen", lautet eine weitere Antwort. Das heiße, nahe bei den hilfsbedürftigen Menschen zu sein, für ein Stück mit ihnen mitzugehen.
"Und wir nehmen in diese Aufgabe unsere eigenen Lebensfäden mit, die Zusammenhänge, die wir für wahr halten." Ruff-Kapraun zitierte einen Satz Jesu Christi: "Ich will den Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers, umsonst." Lebendiges Wasser sei ein Bild; anders als richtiges Wasser löscht es laut Jesu Worten dauerhaft den Durst. "Auch braucht es keine Pfandrückgabe", so der Pfarrer mit Blick auf den Geschenk-Charakter dieses Angebotes.

Für fünfzehn Jahre ehrenamtlichen Dienst geehrt wurde Volkmar Raabe (Vielbrunn); seit zehn Jahren Dienst tun Ulrike Bader (Erbach), Ali Duman (Beerfurth), Brigitte Romer-Schweers (Bad König) und Andrea Schäfer (Lützelbach).

Seit fünf Jahren im Team dabei sind Doris Hamburger und Jürgen Leidner (beide Michelstadt) sowie Cyriakus Schmidt (Brombachtal).
Nach eineinhalb Jahren Hospitation und Orientierung in den Aufgaben beauftragt wurden Helga Böhm (Mossautal), Dorothee Hartmann (Breuberg), Ingrid Maria Mayrhofer (Michelstadt) und Anja Sauer (Erbach). Aus dem Team verabschiedet wurde nach neun Jahren Dienst Rosemarie Karl (Reichelsheim).

Derzeit sind 28 Ehrenamtliche in der Notfallseelsorge und Krisenintervention Odenwaldkreis aktiv, ein weiterer Ausbildungskurs ist in Planung; wer daran Interesse hat, kann mit Pfarrer Heiko Ruff-Kapraun unter Telefon 01512 9503 702 Kontakt aufnehmen.

 

Bernhard Bergmann
14.5.2021


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