Evangelisches Dekanat Odenwald

Nachruf

Wolfgang Hörr gestorben

Hebstahl. Wolfgang Hörr, der langjährige Organist der Sensbachtaler Kirche, ist am 15. März gestorben. Er wurde 75 Jahre alt.
Hörr hatte 1963, als gerade mal 18-Jähriger, den Orgeldienst in dem kurz zuvor erbauten Gotteshaus in Unter-Sensbach übernommen und übte ihn bis zuletzt aus - vor wenigen Wochen noch in einem "MusikKreuzWort" der Kirchengemeinde im Internet. "Damals hieß es, ich solle es mal probieren, und so probiere ich es heute noch", sagte Wolfgang Hörr 2013 anlässlich seines 50-jährigen Wirkens.
"Er war die musikalische Institution im Sensbachtal", erinnert sich der Dekanatspräses und frühere Sensbachtaler Bürgermeister Egon Scheuermann. Denn musikalisch war der sympathische und engagierte Mann aus Hebstahl durch und durch. Mit der Mundharmonika hatte er als Kind angefangen; sein Vater spielte Trompete und Geige und war als Chorleiter aktiv. Auch der Sohn erlernte Trompete und begann dann als etwa Zehnjähriger mit Klavierunterricht. Noch etliche weitere Instrumente folgten.
Begeistert musizierte er später in einer Bigband; "da habe ich noch eine Menge gelernt", erinnerte er sich. Auch gelegentlich die große Orgel in der Beerfelder Martinskirche zu spielen, war für ihn ein besonderes Erlebnis. Schließlich war Wolfgang Hörr auch in der Feuerwehrkapelle Beerfelden jahrzehntelang aktiv, leitete lange Zeit den Männerchor Sensbachtal und war als musikalischer Reisebegleiter in ganz Europa unterwegs.
Seinen Hauptberuf Weißbinder hatte Hörr bei seinem Vater erlernt und führte dessen Geschäft dreißig Jahre lang weiter, bevor er es 2005 an seinen Sohn übergab. Er hinterlässt seine Ehefrau Traudel, zwei Kinder und zwei Enkelkinder.

 

Bernhard Bergmann
18.3.2021


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