Evangelisches Dekanat Odenwald

'Corona aktuell'

Die meisten verzichten auf Präsenz-Gottesdienste

Dekanat Odenwald. Die überwiegende Mehrzahl der Dekanatsgemeinden haben angesichts der derzeitigen Situation ('Lockdown') ihre Präsenz-Gottesdienste bis auf weiteres abgesagt. Das ist natürlich gerade angesichts der bevorstehenden Weihnachtstage eine schwerwiegende Entscheidung. Die meisten sehen jedoch keine andere Möglichkeit und halten "es in der aktuellen Lage trotz eines guten Hygienekonzeptes nicht mehr für verantwortbar, direkte Begegnungen zu fördern und die Bildung größerer Menschenansammlungen zu organisieren", heißt es etwa aus der Kirchengemeinde Erbach. Auch Ausnahmeregelungen für kirchliche Veranstaltungen seien schwerer nachvollziehbar als die solidarische Übernahme der allgemein geltenden Regeln, schreibt die Kirchengemeinde der Kreisstadt weiter.
"In einer Zeit, in der so vieles neu und fremd ist, hätten wir gerne mit den Weihnachtsgottesdienten Vertrautes und Gewohntes in die Tage gebracht. Schweren Herzens ist der Kirchenvorstand den Gedanken der Vernunft und der Fürsorge gefolgt", schreibt Pfarrer Reinhold Hoffmann für die Kirchengemeinde Rothenberg. Er fügt aber den Trost an: "Auch wenn es anders ist in diesem Jahr - wir leben mit der Gewissheit: Gott kommt in die Welt."

Ähnlich äußern sich die meisten der Dekanatsgemeinden, die nun die Entscheidung getroffen haben, vorerst auf Gottesdienste vor Ort - sei es in der Kirche oder auch im Freien - zu verzichten. Spürbar ist dabei allenthalben, wie schwer diese Entscheidung fällt und dass jeweils ein langes und sorgfältiges Überlegen und Abwägen dahintersteht. Die Kirchenleitung der EKHN hat in ihrer aktuellen Handreichung den Gemeinden freigestellt, sich für oder gegen Präsenz-Gottesdienste zu entscheiden. Aus diesem Grund gibt es im Dekanatsgebiet auch eine Handvoll Kirchengemeinden, die bis auf weiteres am Gedanken von Präsenz-Gottesdiensten festhalten, jedoch nur nach Anmeldung und stets mit dem Hinweis: "kurzfristige Änderungen möglich".

"Wir haben uns auch in der jüngsten Sitzung unseres Dekanatssynodalvorstandes mit diesem Thema beschäftigt", berichtet Dekan Dr. Karl-Heinz Schell. "Und ich finde, dass unsere Landeskirche in diesem Bereich eine gute Entscheidung getroffen hat." Der Dekan bedauert die notwendig gewordenen Absagen auch vor dem Hintergrund, dass "auf die Vorbereitung der Gottesdienste bereits viel Zeit und Mühe verwendet worden ist".

Umso mehr ins Blickfeld rücken nun digitale Angebote, die ebenfalls viele Kirchengemeinden planen oder auch schon vorbereitet haben - einschließlich eines großen, aufwendig produzierten Video-Gottesdienstes des Dekanats, der ab Heiligabend abrufbar sein wird. Dazu wird es einen gesonderten Bericht geben, ebenso folgt eine Übersicht über digitale Angebote der Kirchengemeinden.

 

Bernhard Bergmann
19.12.2020


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