Evangelisches Dekanat Odenwald

Wiedervorlage: Kirche Lützel-Wiebelsbach

Nun muss gegraben werden

Lützel-Wiebelsbach. "Sehr gespannt", so formulierte Pfarrer Carsten Stein, stand eine Gruppe - Bauausschussmitglieder, Vertreter von Kommune und Kirchenbauabteilung, Lokalhistoriker sowie Architekt - um Thomas Becker; gespannt, was der Bezirksarchäologe vom Hessischen Landesamt für Denkmalpflege verkünden würde. Denn nach Auswertung der geophysikalischen Bodenuntersuchungen vom Juli ging es nun um die Frage, was im Boden unter der evangelischen Kirche in Lützel-Wiebelsbach tatsächlich verborgen liegt. Der Vorgängerbau der Burg Breuberg wird - wie berichtet - dort vermutet.

Auf jeden Fall liegen Mauern in der Tiefe, erläuterte Becker anhand der für den Laien recht fachspezifisch anmutenden Pläne. Allerdings erwecken die georteten Grundriss-Formen weniger den Eindruck einer Burg als vielmehr den einer früheren Kapelle oder Kirche. Was durchaus kein Widerspruch sein muss, denn es gab auch nachgewiesenermaßen einen Vorgängerbau der heutigen Kirche an derselben Stelle. Außerdem könnte es sich auch lediglich um einen Teil der Burg oder aber konkret um deren Kapelle handeln. Das alles ist ungewiss. Aber um die Untersuchungen noch zu vertiefen, sind jetzt Probegrabungen angesetzt, die weiteren Aufschluss bringen sollen. Dann auch kann erst eingeschätzt werden, was die Funde im Grunde für die geplanten Arbeiten am Kirchenanbau genau bedeuten - denn das ist schließlich der Ausgangspunkt von allem. Die spannende Geschichte über die Geschichte geht also in die nächste Runde.

 


22.9.2020


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