Evangelisches Dekanat Odenwald

Kunst und Klima

Die Axt, welche die ganze Erde bedroht

Michelstadt. Eine Axt liegt auf dem Tisch, daneben steht ein symbolischer kleiner Baum - der Regenwald ist bedroht, sagt diese Szene aus. Unweit davon hängt eine Friedenstaube an der Decke, deren eine Seite von Müll und Umweltverschmutzung gezeichnet ist; im Grunde ist diese Taube dem Tod geweiht. - Im Rahmen der diesjährigen Friedensdekade, die unter dem Thema "Friedensklima" stand, haben sich Oberstufenschüler des Gymnasiums Michelstadt im Religionsunterricht bei Pfarrer Michel Rohr mit Themen wie Krieg, Hunger, Umweltverschmutzung, Naturausbeutung, Müllmassen und Kinderarbeit auseinandergesetzt und ihre Eindrücke und Gedanken dazu künstlerisch gestaltet. Die Arbeiten waren nun an einer zentralen Stelle im Schulgebäude ausgestellt.

Aber nicht nur Südamerika oder die Antarktis haben die 19 Schülerinnen und Schüler in den Blick genommen, sondern auch die Situation vor Ort: Der Verbrauch an Plastiktüten im Gymnasium, vor allem für Müll, ist erschreckend hoch, haben die Jugendlichen festgestellt. Auf einer Europakarte zeigen sie, welch große Strecken man mit dem Auto fahren kann, um den gleichen CO2-Ausstoß zu erreichen, wie er bei Herstellung und Beseitigung der Plastiktüten entsteht.

Und neben dem tatsächlichen Klima ging es im übertragenen Sinn auch um das Klima untereinander, um das Miteinander. In mehreren Gläsern gab es darum jeweils Zettel mit Wünschen. Diese Gläser waren innerhalb eines Tages leer. "Die Schülerinnen und Schüler haben mit einer Riesenbegeisterung an dem Thema gearbeitet und viel Mühe und auch handwerkliche Sorgfalt in die Arbeiten investiert", freut sich Pfarrer Rohr. Teilweise hätten sie sogar zu Hause noch weitergearbeitet " freiwillig, versteht sich.

 

Bernhard Bergmann
3.12.2019


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