Evangelisches Dekanat Odenwald

Dekanatsynode August 2019

Carsten Stein ist Dekane-Stellvertreter

Höchst. Neuer Stellvertretender Dekan des Evangelischen Dekanats Odenwald ist Carsten Stein (Rimhorn/Lützel-Wiebelsbach; Mitte). Der 49-jährige Pfarrer wurde bei der jüngsten Tagung der Dekanatssynode unter Vorsitz von Präses Egon Scheuermann (Hebstahl) im Kloster Höchst mehrheitlich gewählt und setzte sich damit gegen die Mitbewerber Kerstin Peiper (Steinbach) und Bert Rothermel (Erbach) durch. Erste Gratulanten waren Präses Egon Scheuermann (links) und Dekan Dr. Karl-Heinz Schell.
Die Aufgaben hatte Carsten Stein bereits in den vergangenen Monaten kommissarisch wahrgenommen, nachdem Reinhold Hoffmann (Rothenberg) sein Amt als Stellvertretender Dekan Ende Februar aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hatte.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschäftigte sich die Synode - das regionale Kirchenparlament der 25 Dekanats-Kirchengemeinden zwischen Breuberg und Neckarsteinach - mit der Auswertung der ersten gut zwei Jahre Gemeindeübergreifender Trägerschaft (GüT) für die evangelischen Kindertagesstätten. Lag die Verwaltungshoheit bis Ende 2016 in der Obhut der jeweiligen Kirchengemeinde, so gibt es seither eine zentrale Geschäftsführung mit Sitz im Haus der Kirche in Michelstadt. Auf jeden Fall sei das ein Erfolgsmodell, betonten Pfarrer Carsten Stein als Kuratoriumsvorsitzender der GüT und Pfarrer Andreas Höfeld (Erbach), der die Fragebögen für die Evaluation vorbereitet und ausgewertet hatte. Befragt worden waren Eltern, Kita-Personal, die beteiligten Kommunen und Kirchenvorstände. Als sehr positiv hervorgehoben wurde zum Beispiel die Entlastung der Kirchenvorstände von der Verwaltungsarbeit. Großes Lob für ihr professionelles und umsichtiges Handeln - etwa nach dem verheerenden Kita-Brand Ende letzten Jahres in Neckarsteinach - bekamen auch Geschäftsführer Marco Lautenschläger und Verwaltungskraft Martina Gieg. Gewiss gebe es hier und da noch manches zu verändern und zu verbessern und es gab durchaus auch verhaltene Reaktionen, so Höfeld und Stein. Matthias Kessler, der Leiter des Evangelischen Regionalverwaltungsverbandes Starkenburg-Ost (Darmstadt), benannte die Vorreiterrolle, welche das Dekanat Odenwald in diesem Bereich übernommen hatte. Inzwischen hätten sich auch etliche weitere Dekanate der Landeskirche auf den Weg zu einer GüT gemacht und könnten von den Erfahrungen im Odenwald profitieren, so Kessler.

Außerdem bekamen die Vertreter der Kirchengemeinden unter anderem einen Überblick über die spirituelle Arbeit im Kloster Höchst und nahmen die Jahresrechnung für 2018 ab; sie weist gut 7,1 Millionen Euro aus. Eingehend geworben wurde noch einmal für den Dekanatskirchentag, der am Sonntag, 15. September, von 10.30 Uhr an ebenfalls im Kloster Höchst stattfindet; Titel: "Rückenwind".

 

Bernhard Bergmann
17.8.2019


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