Evangelisches Dekanat Odenwald

Dekanatssynode März 2019

Gedanken gehen nach Neuseeland

Beerfelden. Zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlages in Neuseeland rief Präses Egon Scheuermann zum Beginn der Synodaltagung des Evangelischen Dekanats Odenwald im Beerfelder Gemeindehaus auf. Direkt daran an knüpfte Dekan Dr. Karl-Heinz Schell in seiner Andacht zur Jahreslosung "Suche Frieden und jage ihm nach". Auch den Gegnern Gutes zu tun, wozu Jesus in der Bergpredigt auffordert, falle nicht leicht. Dennoch sei die Botschaft unmissverständlich und gelte zunächst im Alltag. Nicht zu vergessen sei darüber indes auch der persönliche Friede; dazu gehöre, ab und zu innezuhalten, um durchzuatmen.

Die anschließende Tagung der Dekanatssynode (regionales Kirchenparlament) stand zunächst im Zeichen diakonischer Arbeit. Yvonne Niebsch, die Geschäftsführerin der Jugendwerkstätten Odenwald in Erbach, stellte zusammen mit drei Mitarbeitern die Tätigkeit dieser Einrichtung vor: so etwa die Arbeit mit jungen Migranten in Breuberg oder die Beratung junger Menschen am Übergang von der Schule zum Beruf.

Die Starkenburger Pröpstin Karin Held (Darmstadt) äußerte gegenüber den Vertretern der 25 Dekanatskirchengemeinden zwischen Wald-Amorbach und Neckarsteinach ihre Freude an der Vielfalt kirchlichen Lebens in der Region. In einem kleinen Bericht aus der Propstei erwähnte sie, dass dem erfreulichen beruflichen Nachwuchs durch Vikare schon bald unverhältnismäßig viele Ruhestandsversetzungen gegenüber stünden. Viel strukturelle Arbeit gelte es zu leisten, etwa wegen Pfarrstellenbemessungen und Dekanatsfusionen, wobei der Odenwald wegen seiner Lage ganz im Süden der Landeskirche von einer Fusion ausgenommen ist.

Vorsitzender Egon Scheuermann (Hebstahl) berichtete der Synode unter anderem, dass Pfarrerin Renate Köbler (Erbach) die Arbeit der beiden Dekanatsstellen für Bildung und Ökumene zunächst bis Ende 2024 fortführen wird. Dekan Schell (Michelstadt) freute sich in seinem Bericht über gute ökumenische Kontakte, etwa zur Neuapostolischen Kirche und zur Selbständig-Evangelisch-Lutherischen Kirche, und sprach auch über die wachsende Bedeutung kirchengemeindlicher Kooperationen.

Pfarrer Reinhold Hoffmann (Rothenberg) erklärte in zum Teil sehr persönlichen Worten, dass er aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Stellvertretender Dekan Ende Februar niedergelegt hat; kommissarisch übernimmt dies vorerst Pfarrer Carsten Stein (Rimhorn/Lützel-Wiebelsbach). Eingehend zog Hoffmann Bilanz seiner knapp fünfjährigen Amtszeit und ging dabei unter anderem auf die Themen Diakonie und gemeindepädagogischer Dienst ein.

Pfarrerin Marion Rink (Kloster Höchst) warb für den Dekanatskirchentag mit dem Thema "Rückenwind" am 15. September im Kloster Höchst und Pfarrer Thomas Reichard (Seckmauern) für die Teilnahme am Deutschen Evangelischen Kirchentag dieses Jahr in Dortmund sowie am Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt.

 

Bernhard Bergmann
16.3.2019


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