Evangelisches Dekanat Odenwald

Präses-Wechsel und Dekanatssynode

Egon Scheuermann übernimmt

Würzberg. Nach vier Jahren im Amt als Vorsitzender (Präses) der Synode im Evangelischen Dekanat Odenwald ist Jan Heidrich (Michelstadt) aus diesem verantwortungsvollen Ehrenamt verabschiedet worden. Anfang November hatte er die Aufgaben an seinen Nachfolger Egon Scheuermann (Oberzent-Hebstahl) übergeben. Beim Gottesdienst anlässlich der Verabschiedung in der evangelischen Kirche in Würzberg hielt Heidrich gleichermaßen humorvoll wie tiefsinnig Rückschau auf seine Amtszeit. Das Dekanat verglich er dabei mit einem Wagenrad, bei dessen symbolischer Betrachtung er die Mitte als Gott beschrieb, die Speichen stünden für die Kirchengemeinden, welche Festigkeit gäben; den Laufring deutete er als Dekanat, welches das ganze umfasst. "Es braucht Zusammenarbeit, damit es rund läuft", so Heidrich, "und mit Gott kommen wir zu einem guten, segensreichen Ziel". Ausdrücklich dankte er all denjenigen, die ihn bei seiner ehrenamtlichen Arbeit - oft nach Feierabend, am Wochenende oder gar im Urlaub - unterstützt haben.

Mit einem Segen verabschiedete Dekan Dr. Karl-Heinz Schell (Michelstadt) Jan Heidrich und führte den neuen Präses Egon Scheuermann offiziell und mit Segen in sein Amt ein. Schell beschrieb es als "Glücksfall", dass Scheuermann, der sich nach zuletzt zehn Jahren als Bürgermeister in Sensbachtal nun im hauptberuflichen Ruhestand befindet, Zeit mitbringt und verglich den Dienst im Dekanat mit der Arbeit in einem blühenden Garten.

Die anschließende Tagung der Dekanatssynode im Dorfgemeinschaftshaus in Würzberg leitete dann erstmals Egon Scheuermann als Präses dieses regionalen Kirchenparlaments.
Die Synodalen der 25 Dekanatskirchengemeinden zwischen Wald-Amorbach und Neckarsteinach beschlossen den von Stefan Tragiser (Beerfelden) vorgestellten Haushaltsplan für 2019; er umfasst knapp 7,4 Millionen Euro.

Mehrheitlich unterstützten die Synodenmitglieder die Bestrebungen des Dekanats, auf längere Sicht womöglich das Kloster Höchst von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau in eine eigene Trägerschaft zu übernehmen. Wie stellvertretender Dekan Reinhold Hoffmann aufzeigte, ist das Tagungshaus seit vielen Jahren ein wichtiger Veranstaltungsort für Mitarbeitende im Dekanat. So ist es dem Dekanat gelungen, mit der Sendung der Pfarrstelle zur Förderung geistlichen Lebens aus dem eigenen Stellenbestand, dem Haus ein geistliches Profil zu geben, das auch von nichtkirchlichen Gruppen, die ins Kloster kommen, geachtet und gesucht wird. Es sei erklärtes Ziel, das Profil des Hauses weiter zu schärfen und auszubauen. Allerdings habe das Dekanat in der Vergangenheit auch erlebt, dass die Zukunft des Hauses bei den Entscheidungsträgern der EKHN immer wieder in Frage gestellt wurde.
Durch den nun gefassten Beschluss wird die bestehende Konzeptionsgruppe beauftragt, mit den kirchenleitenden Gremien die Bedingungen auszuhandeln, zu denen es dem Dekanat möglich wäre, ohne unkalkulierbares Risiko die Verantwortung für das Tagungshaus Kloster Höchst zu übernehmen. Das Ergebnis der Beratungen wird dann der Dekanatssynode zur weiteren Beschlussfassung vorgelegt werden.

Zur Nachfolgerin für Pfarrerin Helga Hecker (Bad König), die nach 25 Jahren das Amt als Dekanatsbeauftragte für den Kindergottesdienst in jüngere Hände abgeben wollte, wählte die Synode Pfarrerin Corinna Koppe (Mümling-Grumbach).

Auf einem guten Weg in der Planung ist der Dekanatskirchentag, der mit dem Thema "Rückenwind" am 15. September 2019 im Kloster Höchst stattfinden wird.
Pfarrer Thomas Reichard (Seckmauern) warb vor der Dekanatssynode eingehend für die Teilnahme am Deutschen Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund.

 

Bernhard Bergmann
24.11.2018


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