Evangelisches Dekanat Odenwald

Dekanatssynode

Egon Scheuermann wird neuer Präses

Höchst. Egon Scheuermann wird ab November neuer Vorsitzender (Präses) der Dekanatssynode im Evangelischen Dekanat Odenwald. Die Synodalen wählten den ehemaligen Sensbachtaler Bürgermeister bei ihrer jüngsten Tagung im Kloster Höchst mit deutlicher Mehrheit zum Nachfolger von Jan Heidrich, der dieses Ehrenamt aus persönlichen Gründen Ende Oktober niederlegt. Der 58-jährige Hebstahler Scheuermann hatte noch bis zum Sommer als Staatsbeauftragter die Aufgaben des Bürgermeisters für die neugegründete Stadt Oberzent wahrgenommen, bis der gewählte Bürgermeister sein Amt antrat. Gerne wolle er sich in dieser Weise ehrenamtlich engagieren und seine Erfahrungen einbringen, erläuterte Scheuermann in seiner Selbstvorstellung vor der Synode und äußerte sich in persönlichen Worten zum Thema Glauben und Kirche.

Ebenfalls mehrheitlich beschloss das regionale Kirchenparlament der 25 evangelischen Dekanatsgemeinden zwischen Wald-Amorbach und Neckarsteinach die neue Pfarrstellenbemessung, die ab dem 1.1.2020 gilt. Sie sieht gegenüber dem jetzigen Bestand von knapp 30 Stellen in Gemeinden und regionalen Diensten 1,5 Stellen weniger vor. Entfallen wird dann die 2015 errichtete Pfarrstelle für temporäre Unterstützung. Außerdem wird die Pfarrstelle für Krankenhaus-, Altenheim- und Hospizseelsorge mit Sitz am Gesundheitszentrum in Erbach von einer vollen auf eine halbe Stelle gekürzt. Allerdings wird sie zugleich durch eine anderweitige Finanzierung wieder zur vollen aufgestockt, erklärte Dekan Dr. Karl-Heinz Schell (Michelstadt), der betonte, dass bei den Gemeindepfarrstellen trotz stets sinkender Kirchenmitgliederzahlen vorerst keine Kürzung nötig ist.
Der im Dekanatssynodalvorstand für den Bereich Finanzen zuständige Stefan Tragiser (Beerfelden) erläuterte die Jahresrechnung 2017. Sie weist knapp 7,223 Millionen Euro aus und wurde von den Synodalen einstimmig abgenommen.

Zuvor hatte das regionale Kirchenparlament von Dekanatskantor Hans-Joachim Dumeier (Michelstadt) einen Überblick über die kirchenmusikalische Arbeit im Dekanat bekommen. Insgesamt 40 musikalische Gruppen gibt es in den 25 Kirchengemeinden, geschätzte 800 Menschen singen in Kirchenchören, Gospelchören, Kinderchören oder musizieren in Posaunenchören. Es gibt Konzertreihen, Projektchöre und Kantorei-Arbeit erläuterte Dumeier, der seit über 30 Jahren als Kantor in Michelstadt und zugleich als Dekanatskantor tätig ist. Insgesamt gestalten rund 50 Männer und Frauen in den Dekanatsgemeinden die Gottesdienste musikalisch. Fünf Nachwuchsmusiker sind derzeit bei Hans-Joachim Dumeier in Orgelausbildung. "Nachwuchsarbeit ist zugleich eine Form der Verkündigung, die weit reicht", so die Erfahrung des Dekanatskantors.
Bei der Synodaltagung wurde ein kirchenmusikalischer Ausschuss gegründet. Ihm gehören die auf Dekanatsebene tätigen Kirchenmusiker Hans-Joachim Dumeier, Beate Ihrig (Bad König) und Brigitte Harsch (Erbach) an, außerdem Dekan Dr. Karl-Heinz Schell, Pfarrer Andreas Höfeld (Erbach), Pfarrer Martin Hecker (Bad König) sowie Reimund Bechtold (Vielbrunn).

 

Bernhard Bergmann
15.9.2018


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