Evangelisches Dekanat Odenwald

Interaktive Ausstellung in Hirschhorn

"Gemeinde weiter denken"

Hirschhorn. Die Gemeinde wird kleiner, der Gebäudeunterhalt ist teuer. Vor allem das Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Hirschhorn am Alleeweg müsste aufwendig energetisch saniert werden. Zudem fallen im Untergeschoss künftig der Mieter und damit Einnahmen weg.
"Gemeinde weiter denken" hieß es darum hintersinnig in Hirschhorn; kann das Wort doch verstanden werden als "weiterdenken", also in die Zukunft denken; oder ebensogut als "weiträumiger denken", die Gedanken ausweiten, über das bisher Gedachte, vertraut Scheinende hinaus. Weil hierbei nicht etwa nur im kleinen Kreis gedacht werden soll, waren die Gemeindeglieder eingeladen, selbst mitzutun, Ideen zu entwickeln, zu kommentieren, mit den Verantwortlichen - Pfarrer und Kirchenvorstand - ins Gespräch zu kommen. Eine interaktive Ausstellung war dazu im Gemeindehaus aufgebaut, und dabei bedeutet interaktiv eben genau das: mitdenken, rückmelden.

So waren im Gemeindehaus Abteilungen eingerichtet. Eine beschäftigte sich mit der Gebäudesituation. Auch konnten die Gäste etwa mit dem Kirchenraum experimentieren, indem sie an einem Grundriss verschiedene Raumaufteilungen ausprobieren konnten. Eine andere Abteilung bildete die Zukunftswerkstatt: Was macht Kirche aktuell hier am Ort? Was kann in Zukunft geschehen? Ein wichtiges Thema stellt hier, ganz im Süden der Landeskirche, auch der kollegiale Raum dar: Seit langem schon kooperieren die Kirchengemeinden Hirschhorn, Neckarsteinach, Darsberg und Rothenberg eng miteinander, etwa bei Gottesdienstreihen oder Bildungsangeboten; ein neues Ergebnis dieser Kooperation ist der gemeinsame Konfirmandenunterricht. Auch im Bereich dieser Zusammenarbeit wird in Zukunft vielleicht noch manches andere möglich sein. Sowohl aus Neckarsteinach/Darsberg als auch aus Rothenberg waren darum Gemeindevertreter zur interaktiven Ausstellung nach Hirschhorn gekommen.

Vikar Leonard Nagel hatte die Ausstellung eröffnet und war auch an der Idee und der Vorbereitung maßgeblich beteiligt. Der Planung zugrunde lag die Gemeindekonzeption, welche der Kirchenvorstand erarbeitet hatte: Hierbei ging es nicht nur um eine Bestandsaufnahme, vielmehr war der Blick in die Zukunft der Gemeinde leitend gewesen.
Wie Pfarrer Jörg Awischus deutlich machte, stellt die erarbeitete Konzeption die Theorie dar, ihr sollen nun Projekte folgen, denn "die machen das ganze praktisch".

 

Bernhard Bergmann
3.4.2018


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