Evangelisches Dekanat Odenwald

Dekanatssynode September 2017

Zusammenarbeit wird immer wichtiger

Höchst. Bei ihrer jüngsten Tagung beschäftigte sich die Synode des Evangelischen Dekanats Odenwald am Samstag im Kloster Höchst mit der derzeit stattfindenden Auswertung der Visitation, also der gegenseitigen Besuche der Dekanatsgemeinden. Dekan Dr. Karl-Heinz Schell (Michelstadt) würdigte vor dem regionalen Kirchenparlament das dabei einmal mehr deutlich werdende große ehrenamtliche Engagement vieler Menschen in den Gemeinden. Angesichts einer großen Pensionierungswelle insbesondere in der Pfarrerschaft in den kommenden gut zehn Jahren gelte es künftig nicht nur in Gemeindegrenzen zu denken, sondern auch Aufgabenverteilungen in den Blick zu nehmen. Dies benannte der Dekan als Herausforderung.
Dieselbe Perspektive griff Pfarrerin Kerstin Peiper (Steinbach) in ihrem Bericht von der Landessynode auf: Kooperation werde ein immer wichtigeres Stichwort. Darüber hinaus müssten in Zukunft in der kirchlichen Arbeit verstärkt Schwerpunkte gesetzt werden.
Einstimmig nahm die Dekanatssynode unter Vorsitz von Präses Jan Heidrich (Michelstadt) in der Aula des Klosters die Jahresrechnung für 2016 ab; sie weist gut 1,1 Millionen Euro aus und war zuvor von Stefan Tragiser (Beerfelden) erläutert worden.
Pfarrer Thomas Reichard (Seckmauern) berichtete den Vertretern der 25 Dekanatskirchengemeinden zwischen Breuberg und Neckarsteinach vom Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin und Wittenberg. - Mit herzlichem Dank wurde Pfarrer Norbert Feick (Neckarsteinach/Darsberg) nach Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit als Dekanatsbeauftragter für den Deutschen Evangelischen Kirchentag verabschiedet.
Pfarrerin Renate Köbler (Erbach/Michelstadt), Dekanatsreferentin für Ökumene, warb eingehend für die Interkulturelle Woche im Odenwaldkreis, die vom 24. September bis zum 3. Oktober unter dem Motto "Vielfalt verbindet" steht.

Am Nachmittag widmeten sich die Synodalen jenseits von Zahlen und Strukturen ganz anderen Aspekten inhaltlicher Arbeit: In Gruppen beschäftigten sie sich mit dem Beten, der Frage nach Mut und Verzagtheit im Kirchenvorstand und mit dem richtigen Maß zwischen Loslassen und Anpacken. Eine weitere Gruppe erkundete in der Höchster Kirche das eigene Verhältnis zu Heiligen Räumen.

 

Bernhard Bergmann
3.9.2017


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