Evangelisches Dekanat Odenwald

Kirche Hainstadt

Ein Platz für Martin Luther

Hainstadt. Im Jahr 1983, zum fünfhundertsten Geburtstag Martin Luthers, pflanzten die damaligen Konfirmanden in Hainstadt eine Lutherlinde vor der oberhalb des Breuberger Stadtteils gelegenen evangelischen Kirche. Der Baum hat einen Kahlschlag in jüngerer Zeit überdauert, seine Nachbarn hingegen mussten weichen, um Platz zu schaffen für ein weiteres Fünfhundert-Jahre-Projekt. Aus Anlass des diesjährigen Reformationsjubiläums nämlich entsteht vor der Kirche ein "Martin-Luther-Platz" mit einem Taufbecken im Freien. Zugleich wird ein barrierefreier Zugang zur Kirche geschaffen. "An dem Aussichtsplatz, der den Namen des Reformators trägt, wollen wir mit einer Plakette zugleich an Gräfin Barbara von Wertheim erinnern, die 1537, also vor 480 Jahren, die Reformation in der Herrschaft Breuberg offiziell einführte", erklärt Ortspfarrer Dr. Michael Weber. Dieser Tage erläuterte der zuständige Architekt Bernhard Saul (Rai-Breitenbach) bei einer Ortsbegehung die geplanten Arbeiten.

Der Taufbrunnen auf dem Aussichtplatz vor der Kirche wird aus der Quelle gespeist werden, die unter der Kirche entspringt. Ein besonderer Taufstein wird eigens für diesen neuen Platz geschaffen und "soll ausschließlich aus Spenden bezahlt werden", sagt Pfarrer Weber. Ansonsten wird das Vorhaben, für das Gesamtkosten von rund 80.000 Euro angesetzt sind, überwiegend finanziert aus Rücklagen der Kirchengemeinde, Zuweisungen der Landeskirche sowie aus Mitteln der Dorferneuerung.

Am Freitag (26.) beginnt in der Hainstädter Kirche um 18 Uhr der traditionelle Gottesdienst zum Kisseltag. Musikalisch mitgestaltet wird er vom Breuberger Posaunenchor. Anschließend feiert die Gemeinde im und am Gotteshaus weiter; dabei sind natürlich auch die bevorstehenden Arbeiten ein Thema. Essen vom Grill wird angeboten.

 

Bernhard Bergmann
23.5.2017


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