Evangelisches Dekanat Odenwald

Dekanatsdiakoniegottesdienst mit Jahresempfang

Guter Hirte in Leichter Sprache

Michelstadt. Wort und Tat gehören zusammen, so Dr. Karl-Heinz Schell: Verkündigung und aktives Handeln im Dienst am Nächsten sind ohne einander nicht denkbar, betonte der Dekan des Evangelischen Dekanats Odenwald. In beidem arbeiten evangelische Kirche und Diakonie zusammen, und so fand auch der Diakoniegottesdienst als gemeinsame Veranstaltung des Dekanats und des regionalen Diakonischen Werkes (DWO) in der Michelstädter Stadtkirche statt; dem schloss sich ein Jahresempfang an.
Gut einhundertfünfzig Gäste waren der Einladung zu diesem zentralen Gottesdienst gefolgt, den Präses Jan Heidrich in seinen Begrüßungsworten als Neuerung vorstellte. Das Thema des Gottesdienstes benannte Stellvertretender Dekan und Diakoniebeauftragter Reinhold Hoffmann: "Kirche menschlich". Menschlichkeit habe viele Formen, so Hoffmann, "und wir sind dankbar für das vielfältige und sachkundige Angebot des Diakonischen Werks Odenwald".
Wie Psalm 23 ("Der Herr ist mein Hirte") in so genannter Leichter Sprache klingt, stellte Anja Scheibel vom DWO vor: Sie gab das bekannte Gebet aus dem Alten Testament in kurzen Sätzen und einfachen Worten wider. Der Grundgedanke solcher Sprache ist es, durch die leichte Verständlichkeit niemanden auszuschließen.

Dekan Schell zeichnete vor den zahlreichen Gästen aus verschiedenen Kirchen, Politik und öffentlichem Leben in Umrissen ein Porträt des Dekanats mit seinen 25 Kirchengemeinden zwischen Breuberg und Neckarsteinach. Landrat Frank Matiaske hob in seinem Grußwort die Bedeutung von Kirche und Diakonie für Miteinander und Gemeinschaft hervor; seinem Dank an die vielen ehrenamtlich engagierten Menschen, ohne welche eine gute Gemeinschaft nicht zu denken sei, schloss sich ein Applaus an.
DWO-Leiterin Bärbel Simon wies auf die anstehenden beziehungsweise bleibenden Herausforderungen gerade auch in der Region hin und nannte hier unter anderem die Themen Armut, Teilhabe und Inklusion sowie die Integration von Flüchtlingen.
Für Musik sorgten die Dekanatsband sowie Kantor Hans-Joachim Dumeier an der Orgel.

Ein reges Gespräch schloss sich dem Gottesdienst an; hier gab es neben kleinen Köstlichkeiten auch allerlei Informationen aus kirchlicher und diakonischer Arbeit in der Region.

 

Bernhard Bergmann
20.3.2017


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